WifiWhirl 1.2.0 - Das große Feature-Release

Hallo liebe WifiWhirl-Community!

Ich freue mich riesig, euch passend zu den ersten sonnigen Tagen das Release von Version 1.2.0 vorzustellen - das bisher umfangreichste Update für euer WifiWhirl-Modul! Dieses Release dreht sich um drei grosse Themen: intelligente Automatisierung, erweiterte Überwachungsmöglichkeiten und eine grundlegend modernisierte Benutzeroberfläche. Dazu kommen wichtige Stabilitätsverbesserungen und eine deutlich vereinfachte Update-Prozedur.

Smart Schedule - Dein Pool, wenn du ihn brauchst

Das Highlight von Version 1.2.0 ist die Funktion Smart Schedule. Statt morgens aufzustehen und die Heizung einzuschalten, sagst du dem System einfach: "Ich möchte am Samstag um 18 Uhr 38 °C im Pool haben." Den Rest erledigt WifiWhirl für dich.

Konkret berechnet Smart Schedule die optimale Heizstartzeit anhand der aktuellen Wassertemperatur, der Zieltemperatur, der Umgebungstemperatur und der Poolkapazität. Dabei wird ein Sicherheitspuffer von 10 % (mindestens 1 Stunde) eingeplant, damit dein Pool zuverlässig rechtzeitig warm ist. Im Dashboard siehst du jederzeit den Countdown und die verbleibende Heizzeit in Echtzeit.

Der Zeitplan überlebt auch einen Neustart des Moduls. Er wird persistent gespeichert und nach dem Hochfahren automatisch fortgesetzt.

Wasserqualität im Blick

Neu ist auch ein eigener Bereich zur Wasserqualitätsüberwachung direkt im Dashboard. Du kannst jetzt folgende Werte erfassen und mit Zeitstempel dokumentieren:

  • pH-Wert
  • Chlorgehalt
  • Cyanursäure (CYA)
  • Alkalinität

Cyanursäure und Alkalinität sind standardmässig ausgeblendet und können bei Bedarf in der Konfiguration aktiviert werden. Alle Werte werden persistent gespeichert, sodass du immer nachvollziehen kannst, wann du zuletzt gemessen hast.

Energie & Kosten - Was kostet dein Pool?

Eine Frage, die viele von euch bewegt: Was kostet mich der Poolbetrieb eigentlich? Der neue Abschnitt Energie & Kosten im Dashboard zeigt dir in Echtzeit:

  • Die aktuelle Leistungsaufnahme in Watt
  • Den heutigen Energieverbrauch in kWh
  • Den Gesamtverbrauch in kWh
  • Die geschätzten Kosten in Euro, basierend auf deinem konfigurierbaren Strompreis

Der Abschnitt lässt sich wie gewohnt über die Konfiguration ein- und ausblenden.

Eine komplett überarbeitete Oberfläche

Die gesamte Weboberfläche wurde grundlegend modernisiert. Die wichtigsten Änderungen:

  • Neue Automatisierungsseite: Die Befehlswarteschlange hat jetzt eine eigene, dedizierte Seite mit verbesserter Bedienung, Backup- und Wiederherstellungsfunktion und Bestätigungsdialogen für kritische Aktionen.
  • WiFi-Netzwerk-Scanning: Statt die SSID mühsam von Hand einzutippen, kannst du jetzt verfügbare Netzwerke scannen und per Klick auswählen. Die Signalstärke wird visuell mit Balken dargestellt.
  • Modulare Konfigurationsseite: Die Einstellungen sind jetzt in logische Abschnitte unterteilt (Energiekosten, Wartungsintervalle, Pool & Wetter, Geräteeinstellungen, Bedientasten), jeweils mit eigenem Speicher-Button. Keine Angst mehr, versehentlich alles auf einmal zu überschreiben.
  • Überarbeitete Navigation: "Übersicht" heisst jetzt "Dashboard", "Hardware-Konfiguration" wurde zu "Pumpenkonfiguration", und die neue "Automatisierung"-Seite fügt sich nahtlos ein.
  • Konfigurierbare Timeouts: AirJets und HydroJets können jetzt mit individuellen Timeout-Werten versehen werden. Wem die Jets im Standard zu lange laufen, kann in der SPA-Konfiguration eine maximale Laufzeit festlegen.
  • Bessere mobile Bedienung: Eingabefelder nutzen jetzt korrekte inputmode-Attribute für die passende Bildschirmtastatur, Tooltips funktionieren zuverlässig auf iOS Safari, und das Styling wurde für Safari Mobile normalisiert.

Home Assistant: Noch mehr Entitäten

Für Home Assistant-Nutzer bringt Version 1.2.0 eine Reihe neür Entitäten:

  • Wasserqualität: Neue number-Entitäten für pH, Chlor, Cyanursäure und Alkalinität, plus Timestamp-Sensoren für "Zuletzt gemessen".
  • Wartungsintervalle: Chlor-, Filter-, Filterreinigungs- und Wasserwechsel-Intervalle werden jetzt als read-only Sensoren exponiert.
  • Stabilität: Die Discovery-Logik läuft jetzt nur einmal beim Boot statt bei jeder MQTT-Reconnection. Das vermeidet Speicherfragmentierung und macht das System deutlich stabiler.
  • Automatischer Neustart: Änderungen an MQTT- oder Hardware-Einstellungen, die eine Reinitialisierung erfordern, lösen automatisch einen sauberen Neustart aus.

Neue REST API Endpunkte

Für alle, die WifiWhirl in eigene Systeme integrieren, gibt es neue HTTP-Endpunkte:

  • /gettemps/ liefert alle Temperaturwerte (Aktuell, Ziel, Umgebung) in Celsius und Fahrenheit als JSON, unabhängig von der Geräteeinstellung. Mit optionalen Query-Parametern kannst du gezielt nur die Felder abfragen, die du brauchst (z. B. /gettemps/?currentC&targetC).
  • /getpolldata/ und /sendcommand/ ermöglichen einen optionalen HTTP-Polling-Modus als Fallback, wenn WebSocket-Verbindungen Probleme machen (betrifft z. B. bestimmte iOS-Safari-Versionen).
  • /scanwifi/ liefert eine JSON-Liste verfügbarer WiFi-Netzwerke mit Signalstärke und Verschlüsselungsstatus.

Stabilität und Zuverlässigkeit

Unter der Haube wurde viel für die Stabilität getan:

  • Kritischer Memory-Fix: Ein schwerwiegender Fehler, bei dem gleichzeitige MQTT- und Wetterabfragen den Speicher erschöpften und zum Absturz führten, wurde behoben. MQTT wird jetzt vor der Wetterabfrage temporär getrennt und die Speicherverwaltung wurde grundlegend optimiert.
  • Dreischichtige Temperaturvalidierung: Korrupte serielle Daten von der Pumpe können nicht mehr zu absurden Temperatursprüngen führen. Drei Validierungsebenen (Zeichenprüfung, Bereichsprüfung, Änderungsrate) filtern fehlerhafte Werte zuverlässig heraus.
  • WiFi Auto-Reconnect: Wenn das Modul beim Start keine Verbindung herstellen kann und das Konfigurationsportal öffnet, versucht es jetzt alle 30 Sekunden automatisch, sich mit dem gespeicherten Netzwerk zu verbinden. Sobald das WLAN wieder da ist, verbindet sich das Modul selbstständig.
  • "net" auf dem Display: Im AP-Modus zeigt das Pumpen-Display jetzt statisch "net" an, damit du sofort siehst, dass sich das Modul im Konfigurationsmodus befindet.

Vereinfachte Updates: Nur noch Firmware!

Ab Version 1.2.0 sind die Frontend-Assets direkt in die Firmware eingebettet. Das bedeutet: Beim Update muss nur noch die Firmware übertragen werden, kein separates Dateisystem-Update mehr. Deine bestehenden Einstellungen bleiben dabei erhalten. Weniger Schritte, weniger Fehlerquellen.

Dein Feedback ist gefragt!

Hast du Ideen für neue Features oder Wünsche für zukünftige Updates? Dein Feedback ist entscheidend, um dein WifiWhirl-Modul noch besser zu machen. Lass mich wissen, was du denkst, und teile deine Ideen mit mir. Kontaktiere mich einfach oder erstelle ein neues Issue auf GitHub!

So kommst du an das Update

Das Update kannst du wie gewohnt über die Update-Funktion in der Weboberfläche deines WifiWhirl-Moduls einspielen. Ab dieser Version reicht es aus, nur die Firmware zu aktualisieren, ein separates Filesystem-Update entfällt.

Den vollständigen und detaillierten Changelog findest du wie immer auf GitHub.

Vielen Dank für eure Unterstützung, die vielen konstruktiven Vorschläge und viel Spass mit der neuen Softwareversion!

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